Hart erkämpfter Punkt der Tollwut Herren in Bremen

(KK) Am Wochenende reisten die Herren des TSV Tollwut Ebersgöns in der 2. Floorball-Bundesliga Nord/West an die Weser, um gegen den TV Eiche-Horn Bremen auf dem Großfeld anzutreten. Nach den regulären 60 Minuten stand es für die Ebersgönser erfreulicherweise 5:5 unentschieden, wobei sich die Hausherren in der Over-Time den Zusatzpunkt erkämpfen.

 

Mit den Langzeitverletzten Leon Bink und Paul Günther zusammen mit den Pausierenden Daniel Schindler (Rückenprobleme) und Sami Brachtel (Erkältung) sowie der an der Damen-WM teilnehmenden Theresa Beppler-Alt fehlten auf der Tour nach Bremen gleich fünf Feldspieler des TSV. Oldie Björn Schmidt, Neuzugang Marvin Biedermann und Lian Rau (Zerrung) unterstützten deshalb zwingendermaßen  das Tollwut-Team gegen die aufstiegsambitionierten Hanseaten. An eine spielerische Glanzleistung war deshalb schon von vornherein gar nicht erst zu denken, vielmehr wollte sich der Dorfverein über Kampf, konzentrierte Defensivarbeit und Konter achtbar aus der Affäre ziehen. 

 

Das erste Drittel begann und sofort gaben die Bremer den Ton an. Immer wieder bauten sie sich in der Tollwut-Hälfte auf, kombinierten und versuchten so Torchancen zu entwickeln. Vergeblich  – denn entweder vereitelten die tiefstehenden Ebersgönser Feldspieler die Einschussmöglichkeiten oder Tollwut-Keeper Alexander Knoop stand parat, um die Bälle zu blocken. Zu versessen endlich was Zählbares zu erspielen, vernachlässigten die Hanseaten allerdings ihre Abwehr, sodass der TSV Gelegenheit zum Kontern hatte und dadurch Nadelstiche setzen konnte. So in der 12. Minute, in der Luca Rau ein Anspiel von Marvin Biedermann nutzte und zum 0:1 für die Tollwütigen einnetzte – oder in der 15. Minute, als Anton Hautzel den Ball zum 0:2 hinter die Linie stocherte. Eiche-Horn hingegen blieb ein Tor verwehrt, sodass es mit diesem Spielstand in die Pause ging.

 

Bremen nahm noch den Rest einer Zeitstrafe mit in den zweiten Spielabschnitt. Der Überzahlblock der Ebersgönser ging deshalb zu Beginn dominant zu Werke und erzielte schnell das 0:3 durch Luca Rau auf Zuspiel von Anton Hautzel. Unerwartet nur zwei Minuten später das 0:4 des TSV durch Noah Kolodsziej, der erneut einen schnellen Gegenzug erfolgreich abschloss. Ab diesen Zeitpunkt übernahm Eiche-Horn wieder das Zepter. Dann hieß es Luftanhalten, da fast zeitgleich zwei Tollwut-Spieler auf der Strafbank platznahmen. Die Bremer versuchten mit allen Mitteln diese Überzahl zu nutzen, doch konnten sie sich auch weiterhin nicht durchsetzen. Erst in der 18. Minute fiel der Treffer zum 1:4 für die Bremer, die in der Folge zwar weiter drückten, doch bis zum Pauspfiff nichts mehr bewegten.

 

Das letzte Drittel begann mit einem Paukenschlag von Eiche-Horn, die bis zur 5. Minute auf 3:4 verkürzen. Das Zittern begann auf beiden Seiten: Die Bremer wollten zu schnell mehr und verursachten dadurch Strafzeiten, die Ebersgönser wollten weitere Gegentore verhindern und wurden so ebenfalls mit der Strafbank konfrontiert – zwischendrin das 4:4. Es war ein Spiel auf Messers-Schneide und nichts für schwache Nerven. Erstaunlicherweise erzielten die Tollwütigen im nächsten Unterzahlspiel sogar das 4:5 durch Lian Rau auf Pass von Anton Hautzel, doch kurz vor Schluss konnten die Hanseaten erneut ausgleichen. Beim Spielstand von 5:5 lief die Uhr ab und es gab Verlängerung.

 

Die Over-Time war bereits nach zwei Minuten zugunsten der Bremer entschieden – die Tollwütigen waren zu diesem Zeitpunkt völlig verausgabt und müde gespielt.

 

Der Punkt jedenfalls muss für den TSV zusammenfassend als gewonnen angesehen werden. Erhebliche Überlegenheit in der Kaderstärke sowie Spielanteile und Druckphasen gingen klar zugunsten der Bremer, die das Match insgesamt dominierten und eigentlich hätten alle drei Punkte mitnehmen müssen. Durch beherzten Kampf in der Abwehr und Effektivität im Kontern ist der Punktgewinn für die Ebersgönser aber auf jeden Fall verdient.

 

Der gewonnene Punkt kann letztlich wieder entscheidend in der Tabelle werden. Zum jetzigen Zeitpunkt, in dem die Tollwut Platz vier gefestigt belegt, allerdings noch nicht.

 

 

Für Tollwut Ebersgöns spielten:

 

Luca Rau (2 Tore/0 Torvorlagen/2 Strafminuten), Felix Meyer (0/0/2), Marvin Biedermann (0/1/0), Lian Rau (1/0/0), Martin Meyer (0/0/0), Marius Herrmann (0/0/2), Laura Zörb (0/0/2), Florian Beppler-Alt (0/0/0), Noah Kolodziej (1/0/0), Björn Schmidt (0/0/0), Anton Hautzel (1/2/0) und im Tor Alexander Knoop

 

 

Die Spielertrainer der Herren von Tollwut Ebersgöns Felix Meyer (li) und Martin Meyer (re) leiten seit jeher die Geschicke der der TSV-Mannschaft. Die Ausarbeitung und Durchführung der Trainingseinheiten sind zwar zeitaufwendig aber relativ einfach leistbar. Schwieriger ist es bei Spielen; hier stehen sie auf dem Feld und sind selbst Akteure, die sich wie jede(r) Andere auch mit der eigenen Spielweise währenddessen auseinandersetzen. Gleichzeitig müssen sie aber die Performance der Mannschaft im Blick haben, Fehler analysieren, Lösungen bereitstellen, Spieler motivieren und Taktikvarianten parat haben. Auch das realistische Einschätzen des Gegners spielt bei allen Überlegungen eine wesentliche Rolle. In der Begegnung  gegen den TV Eiche-Horn Bremen haben sie die richtigen Schlüsse gezogen und die Mannschaft entsprechend eingestellt. Nur so konnte das Team den Bremern einen Punkt entführen.

 

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