Tollwut Herren boten favorisiertem Tabellenführer Schenefeld lange Paroli

(KK) Am Wochenende empfing der TSV Tollwut Ebersgöns den Tabellenführer der 2. Floorball-Bundesliga Blau-Weiß 96 Schenefeld. Nach einem intensiven und spannenden Spiel setzten sich letztlich die favorisierten Blau-Weißen im letzten Drittel durch, so dass nach Abpfiff der Partie ein 6:8 (2:0; 2:4; 2:4) aus Sicht der Tollwütigen auf der Anzeigetafel stand. Trotz dieser Niederlage rangieren die Ebersgönser in der Tabelle weiterhin auf Rang drei, hinter Schenefeld und Bremen.

 

Gleich zu Beginn der Begegnung wurde erkennbar, dass sich die Teams nichts schenken wollten. Beide Mannschaften ließen den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen, spielten mit hohem Tempo und waren dennoch bedacht, die Abwehr nicht zu vernachlässigen. Auch wenn Schenefeld mehr Ballbesitz zu verbuchen hatte, waren es die Tollwütigen, die in der 13. Spielminute durch Anton Hautzel auf Zuspiel von Marius Herrmann mit 1:0 in Führung gingen.  Es entwickelte sich ein für die Zuschauer rasantes Spiel mit vielversprechenden Kombinationen und Chancen auf beiden Seiten.  Meist suchten die Gäste vor allem durch schnelle Spielverlagerung und anschließendem Schuss aus zweiter Reihe ihre Einschussmöglichleiten, doch Alexander Knoop im Tor der Tollwut oder die vor ihm konzentriert arbeitende Defensive vereitelten die so entstehenden Chancen. Der TSV hingegen suchte sein Glück größtenteils über schnelle Konter und  fand kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts erneut den Weg in das Tor der Blau-Weißen: Anton Hautzel auf Noah Kolodziej – 2:0.

 

Nach der Pause startete Schenefeld erwartungsgemäß: Das Aufbauspiel der Tollwut wurde früh gestört, das Umschaltspiel forciert und die eigenen Angriffe schnell und variabel durchgeführt. Dies zeigte Erfolg, denn zum einen gelang den Gästen gleich in der ersten Minute der Anschlusstreffer zum 2:1 und zum anderen sorgte die Spielweise in der dritten Minute zu einer doppelten Überzahl, da mit Felix Meyer und Marius Herrmann gleich zwei Ebersgönser zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Blau-Weiß nahm dies dankend an und glich in der fünften Minute zum 2:2 aus. Die Gäste waren nun im Spiel und zeigten, warum sie in dieser Saison noch keinen Punkt abgegeben haben. Schnörkellos und abgeklärt gelang es ihnen innerhalb von vier Minuten die Partie auf 2:4 zu drehen. Die Tollwut indes – allen voran Topscorer Anton Hautzel – ließ sich diesmal aber nicht davon beeindrucken, denn innerhalb weniger Minuten später traf dieser nach Zuspiel von Björn Schmidt erst zum 3:4 und anschließend durch einen wunderschönen Sololauf zum 4:4 Ausgleichstreffer. In den folgenden 10 Minuten egalisierten sich beide Teams, so dass mit diesem Zwischenstand das letzte Mal die Seiten gewechselt wurden.

 

Im letzten Spielabschnitt wollte keine Mannschaft den entscheidenden Fehler machen. Dies zeigte sich auch in der Spielweise. Zwar agierten Schenefeld und Ebersgöns offensiv weiterhin schnell und druckvoll, doch im Fokus stand die Abwehrarbeit.  So rannten auf der einen Seite die Blau-Weißen zunächst vergeblich auf das Tor der Tollwut, auf der anderen Seite konnte der Überzahlblock des TSV aber auch eine Zeitstrafe der Gäste nicht nutzen. Erst nach sieben Minuten war es erneut Anton Hautzel, der auf Zuspiel von Marius Herrmann die erneute Führung zum 5:4 für den Dorfverein erzielte. Schenefeld nahm eine Auszeit – 30 Sekunden die Wirkung zeigten, denn innerhalb von weniger als einer Minute schossen sie drei Treffer und kippten mit dem 5:7erneut die Partie. Auf der Uhr waren noch acht Minuten; genügend Zeit, um das Spiel zu drehen? Die Tollwütigen gaben alles, doch langsam merkte man den Akteuren an, dass die Kräfte nachließen. Zudem bedeutete eine weitere Zeitstrafe für den Ebersgönser Marvin Biedermann das 5:8 für die Blau-Weißen, so dass der Wille zu gewinnen mehr und mehr brach. Aber auch Schenefeld schaltete einen Gang zurück, zum einen, weil es das Ergebnis hergab, zum anderen, weil auch an ihnen diese Partie nicht spurlos vorüberging. Der letzte Treffer des Spiels für Ebersgöns zum 6:8 durch ein Eigentor der Blau-Weißen untermauerte dies.

 

 

Tollwut Ebersgöns gelang es zwar nicht, Punkte an diesem Spieltag zu holen, doch liegen sie weiterhin auf Rang drei der 2. Floorball-Bundesliga Nord-West. Während Blau-Weiß Schenefeld für die Aufstiegsspiele planen kann, bleibt es um Platz 2 bis 4 spannend.

 

Die Tabelle:

Für Tollwut Ebersgöns spielten:

 

Felix Meyer (0 Tore/0 Vorlagen/2 Strafminuten), Marvin Biedermann (0/0/2), Theresa Beppler-Alt (0/0/0), Martin Meyer (0/0/0),  Marius Herrmann (0/2/2), Sami Brachtel (0/0/0), Laura Zörb (0/0/0), Florian Beppler-Alt (0/0/0),  Luca Rau (0/0/0), Noah Kolodziej (1/0/0), Björn Schmidt (0/1/0), Anton Hautzel (4/1/0) und im Tor Alexander Knoop.

Zum Bild:

Disziplinierte und konzentrierte Abwehrarbeit und schnelle Konter sollten für Tollwut Ebersgöns der Schlüssel zum Erfolg gegen den Tabellenführer der 2. Flooball-Bundesliga Blau Weiß Schnefeld werden. Zwar gelang es den Tollwütigen nicht über die gesamte Spielzeit hinweg die Defensive stabil zu halten, doch kann auf dieser Leistung aufgebaut werden. Mit 8:6 gewannen die Blau-Weißen die Begegnung letztlich.

 

Das Bild zeigt den ruhenden Ball vor einen Freischlag für Schenefeld, bei dem Marius Herrmann (helles Dress Nr. 14), Marvin Biedermann (Nr. 4) und Björn Schmidt die Mauer bilden. Ein Spieler des Gegners (dunkles Hemd Nr. 56) versucht Tollwut-Keeper Alexander Knoop die Sicht zu nehmen. 

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