Tollwut Ebersgöns sichert sich mit zwei Auswärts- siegen vorzeitig Rang vier der 2. Floorball Bundesliga

(TBA) Vergangenes Wochenende reiste die Herrenmannschaft des TSV Tollwut Ebersgöns in den hohen Norden nach Kiel, um in der zweiten Floorball Bundesliga gleich zwei Spiele zu absolvieren. Am Samstag warteten die Gettorf Seahawks auf die Ebersgönser und am Sonntag in derselben Halle die Baltic Storms. Während Samstag durch ein sehr starkes erstes Drittel der Tollwütigen die Seahawks letztlich mit 9:6 (7:0/1:3/1:3) Federn lassen mussten, konnten die Ebersgönser nur 24 Stunden später auch den Baltic Storms mit 10:4 (3:3/4:0/3:1) den Wind aus den Segeln nehmen. In beiden Spielen war eine solide Leistung Grundlage, um die sechs Punkte nach Hessen zu entführen. Tollwut Ebersgöns hat sich nicht nur in der Tabelle den 4. Platz zurückerobert und gesichert, sondern ist bis auf einen Punkt an Rang drei herangerückt.

 

Im ersten Spiel des Wochenendes gegen die Gettorf Seahawks starteten die Tollwütigen mit viel Motivation und Tempo. Die sichtlich überraschten Gastgeber wurden förmlich überrannt und konnten wenig entgegensetzen. Bis auf vereinzelte Konter, die allesamt durch konzentrierte Defensivarbeit von Seiten der Ebersgönser vereitelt wurden, konnte man bei den Seahawks nichts Erfolgversprechendes sehen. Im Tor der Gettorfer hingegen schlug der Ball bis zur ersten Pause ganze sieben Mal ein. Martin Meyer, zweimal Marius Herrmann, Anton Hautzel, Theresa Beppler-Alt, Lian Rau und ein Eigentor brachten die Tollwut mit 7:0 in Front.

 

Im zweiten Drittel wurde schnell bemerkbar, dass die Nordlichter noch nicht aufgaben. Sie waren körperlich wesentlich präsenter, wodurch das Spiel zunehmend ruppiger wurde. Die Schiedsrichter waren angehalten durch das Verteilen von Strafen etwas Ruhe einkehren zu lassen. Nach insgesamt fünf Zeitstrafen, drei Treffern für die Gettorfer und ein Tor für die Tollwut durch Lian Rau, fand ein turbulentes zweites Drittel sein Ende. Zeitweise schien die Tollwut zu schwimmen und das Spiel konnte nicht wie im ersten Spielabschnitt unter Kontrolle gehalten werden.

 

Im letzten Spielabschnitt wollte die Tollwut die Ruhe und Konsequenz aus dem ersten Drittel wiederfinden, um die Seahawks zu rupfen. Der Spielverlauf aber glich eher dem des zweiten. Die Gastgeber kämpften mutig um jeden Ball und drängten immer weiter auf den Anschluss. Bis zur 18. Spielminute gelang es den Gettorfern durch zielstrebiges Kontern und Bestrafen von Fehlern bis auf 8:6 an Ebersgöns heranzukommen. Zur Erleichterung der Tollwütigen und der zahlreich mitgereisten Fans setzte Anton Hautzel kurz vor Ende des Spiels mit seinem Treffer zum 9:6 den Schlusspunkt und sicherte somit die ersten drei Punkte.

 

Im zweiten Spiel gegen die Baltic Storms sollte eine taktische Blockumstellung der Weg zum Erfolg für den TSV sein. Eine offensiv eingestellte Angriffsreihe sollte für die Tore sorgen und den Gegner in ihrer Abwehr einkesseln, während eine defensive Reihe den eigenen Kasten sauber halten sollte.

 

Wie auch schon im Spiel am Vortag bot sich den Zuschauern ein schnelles, teilweise etwas aggressives Spiel, da beide Teams als Tabellennachbarn auf die Punkte hofften. Somit hatten die Schiedsrichter gleich zu Beginn einiges zu tun, um das Spiel immer wieder zu beruhigen. Bis zum Ende des gesamten Spiels standen ganze 14 Zeitstrafen auf dem Spielberichtsbogen. Zunächst aber ließ die Begegnung vermuten, dass sich ein spannendes Spiel auf Augenhöhe entwickeln würde. Die Gastgeber legten in der fünften Minute mit dem Treffer zum 0:1 vor, ehe die Tollwut aufdrehte und immer wieder für Wirbel vor dem Tor der Baltic Storms sorgte. Vor allem der Offensivblock um die Stürmer Marius Herrmann, Luca Rau und Anton Hautzel sorgten immer wieder für vielversprechende Chancen. Nur wenige Sekunden nach dem ersten Treffer der Gastgeber legte die Tollwut nach. Luca Rau, Leon Bink auf Zuspiel von Martin Meyer und nochmal Luca Rau auf Pass von Marius Herrmann drehten das Spiel innerhalb von zwei Minuten auf 3:1 zugunsten der Hessen. Leider musste die Tollwut bis zum Ende der Periode noch drei Mal in Unterzahl spielen. Zwei dieser Vorteile konnten die Baltic Storms in Tore ummünzen und somit den Ausgleich erzielen – 3:3. Das erste Drittel lässt sich im Nachhinein als Findungsphase beschreiben, da diese Taktik zum ersten Mal in einem Match durch die Ebersgönser gespielt wurde.

 

Der zweite Spielabschnitt hingegen gehörte voll und ganz der Tollwut. Der Offensivblock sorgte für die Tore und der Defensivblock verteidigte konzentriert und ließ hinten nichts zu. Somit konnten sich die Ebersgönser bis zur Drittelpause eine 7:3 Führung erspielen. Die Torschützen hierbei waren Anton Hautzel, Marius Herrmann, Luca Rau (Assist Noah Kolodziej) und Noah Kolodziej (Pass Marius Herrmann).

 

Das Konzept der Ebersgönser Spielertrainer Felix und Martin Meyer ging voll auf, denn bis zur dritten Minute im letzten Drittel konnte der Spielstand durch Marius Herrmann (Vorlage Anton Hautzel) und Anton Hautzel (Assist Luca Rau) auf 9:3 erhöht werden. Die Schlussphase des Spiels war wieder vermehrt von Strafen – vor allem für die Tollwut – geprägt, was häufiges Über- und Unterzahlspiel mit sich zog. Davon ließen sich die Tollwütigen diesmal aber nicht aus dem Konzept bringen, zumal sie mit Alexander Knoop einen souveränen Keeper zwischen den Pfosten hatten, an dem der Gegner verzweifelte. Beide Teams konnten bis zum Ende des Spiels noch einen Treffer verbuchen. Auf Seiten der Tollwut war dies Anton Hautzel nach Pass von Noah Kolodziej, der zum 10:4 Endstand einnetzte.

Nach diesem erfolgreichen Sechs-Punkte-Wochenende befindet sich der TSV Tollwut Ebersgöns auf dem vierten Tabellenrang. Während nach oben hin rechnerisch noch einiges möglich sein kann, ist der vierte Platz bis Saisonende gesichert.

 

 

Für den TSV Tollwut Ebersgöns spielten in beiden Spielen Marius Herrmann (4 Tore/ 3 Vorlagen/ 4 Strafminuten), Luca Rau (3/1/4), Lian Rau (2/0/0), Theresa Beppler-Alt (1/0/2), Florian Beppler-Alt (0/1/2), Anton Hautzel (5/1/6), Laura Zörb (0/0/6), Leon Bink (1/1/2), Paul Günther (0/0/0), Martin Meyer (1/1/2), Felix Meyer (0/0/0), Noah Kolodziej (1/3/0) und Torhüter Alexander Knoop.

 

Mit zwei Siegen gegen die Gettorf Seahawks (9:6) und den Baltic Storms (10:4) am vergangenen Wochenende ist Tollwut Ebersgöns der 4. Platz in ihrer ersten Saison in der 2. Floorball Bundesliga Nord/West nicht mehr zu nehmen. Ein großer Dank gilt den zahlreich mitgereisten Fans, die die Auswärtsbegegnungen immer wieder zu Heimspielen machten und das Team großartig unterstützen! Die Mannschaft ließ es sich deshalb nach dem 2. Match nicht nehmen ein gemeinsames Foto mit den mitgereisten Anhängern zu machen.

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