In Roxel war für Tollwut Ebersgöns nichts zu holen

(tba) Am vergangenen Sonntag musste das Großfeld-Herren-Team des TSV Tollwut Ebersgöns in der 2. Floorball-Bundesliga auswärts gegen den Ballsportverein Roxel antreten. Der BSV hatte sich am Vortag schon gegen Hannover warm geschossen und kam durch einen Sieg bis auf vier Punkte an Ebersgöns heran. 24 Stunden später verbuchte Roxel auch gegen den Tabellen-Vierten aus Ebersgöns einen auf dem Papier sicheren 5:1 (2:0/2:0/1:1) Sieg. Zwar bleibt die Tollwut weiterhin auf Platz vier, doch die Luft nach unten ist erheblich dünner geworden.

 

Eigentlich hatten sich die Tollwütigen nach der letzten Klatsche gegen Bonn für dieses Match gegen den direkten Rivalen Roxel viel vorgenommen: Diszipliniert arbeiten, Konter vermeiden, das Angriffsspiel forcieren und in der Defensive geordnet stehen. Es kam aber ganz anders.

Zu Beginn der Begegnung tasteten sich die beiden Teams, die noch nie gegeneinander spielten, kurz ab. In dieser Phase wurde ein halbhoher Pass im Angriff der Heimmannschaft einfach mal per Brust angenommen und mit der Rückhand verdeckt in Richtung Tollwut-Tor gepfeffert – 1:0 für den BSV und das schon nach knapp vier Minuten. Die Vorsätze des TSV wurden nun zwar nicht über den Haufen geworfen, doch sie liefen einem schmerzlichen Rückstand hinterher. Schmerzlich vor allem deshalb, weil Roxel sich nun tief vor das eigene Tor postierte und lediglich auf Konter lauerte. Die Ebersgönser konnten so zwar ihr Angriffsspiel aufbauen, doch blieben sie immer wieder am Abwehrbollwerk des BSV hängen. Mit dem weiteren Spielverlauf wurden die Tollwütigen immer offensiver, doch dadurch entstanden auch mehr und mehr Konterchancen für Roxel. So ging der Schuss nach hinten los und in der 12. Minute hieß es 2:0 für die Heimmannschaft. Ähnlich wie zuvor wartete Roxel weiterhin auf Fehler die ihnen die nach vorn spielende Tollwut bot, doch bis zur Pause passierte nichts Zählbares mehr.

 

Auch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Obwohl sich die TSV-Akteure im 2. Drittel mehr vornahmen, kam nichts bei rum. Roxel war körperlich präsenter und setzte auf eine kompakte Defensive und schnelle, explosionsartige Angriffe. Selbst in einem Überzahlspiel für die Tollwut konnte der Ball nicht in des Gegners Tor untergebracht werden. Im Gegenteil – Roxel erhöhte gegen Mitte des Drittels auf 3:0. Vielleicht hätten die Ebersgönser sich abwartend in die Abwehr stellen sollen, denn bei einem Unterzahlspiel zeigten sie Stärke, während der BSV das Spiel machen musste, aber nichts zustande bekam. Kaum war der TSV wieder vollzählig und abermals im Angriffsmodus konterte Roxel erneut und schloss zum 4:0 ein.

 

Im letzten Drittel konnte die Tollwut in Sachen körperlicher Präsenz dem Gegner endlich Paroli bieten und die Aktionen waren ausgeglichen. Beide Abwehrreihen agierten eindrucksvoll, so dass die Sturmreihen kaum Wirkung zeigten. Mitte der Spielperiode gab es dann mächtig Aufregung, als der Schiedsrichter ein Tor für Roxel gab, was keines war – der Ball traf lediglich die Torlatte, doch der Videobeweis ist im Floorball leider unzulässig: 5:0. Dem Spiel indes tat dies keinen Abbruch und in der 16. Minute konnten endlich auch einmal die Tollwütigen jubeln. Im Überzahlspiel nutzten sie den Mann mehr auf dem Feld und Lian Rau konnte nach Zuspiel von Marius Herrmann zum 5:1 Ehrentreffer einnetzen. Im Anschluss gab es hüben wie drüben zwar noch Chancen auf Ergebniskosmetik, doch letztlich blieb es bei diesem Spielstand.

 

Trotz der zweiten Niederlage in Folge bleibt Tollwut Ebersgöns in der Tabelle auf Rang vier, doch mit dem BSV Roxel und den Baltic Storms sind momentan gleich zwei Teams nur einen Punkt hinter den Hessen.

Das jetzige Wochenende ist für die Ebersgönser spielfrei, so dass genügend Zeit bleibt sich auf das Heimspiel – Samstag, 09. Februar, 14:00 Uhr in der Mehrzweckhalle Kirch-/Pohl-Göns – gegen Hannover 96 vorzubereiten.

 

 

Für Tollwut Ebersgöns spielten:

Alexander Knoop im Tor – auf dem Feld Felix Meyer (0Tore/0 Assists/2 Strafminuten), Lian Rau (1/0/0), Leon Bink (0/0/0), Martin Meyer (0/0/0), Marius Herrmann (0/1/0), Laura Zörb (0/0/0), Florian Beppler-Alt (0/0/0), Paul Günther (0/0/2), Luca Rau (0/0/2), Noah Kolodziej (0/0/0), Björn Schmidt (0/0/0) und Anton Hautzel (0/0/0).

 

 

Die Tabelle:

Zum Bild:

 

Schon seit es bei Tollwut Ebersgöns eine Herrenmannschaft gibt, verstärken Laura Zörb (links, Trikot-Nr. 24) und Theresa Beppler-Alt (Nr. 6) das Team. Beide sind Verteidigerinnen, die gelernt haben, sich gegen ihre männlichen Kollegen und Gegner zu behaupten. Da Theresa gegen den BSV Roxel nicht dabei sein konnte, weil sie mit der Damen-Nationalmannschaft bei der WM-Qualifikation in der Slowakei verweilt, übernahm Laura ihre Position in diesem Spiel.   

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