Tollwut Ebersgöns entführt drei Punkte aus dem Norden

(tba) Vergangenes Wochenende reiste die Herrenmannschaft des TSV Tollwut Ebersgöns in den Norden Deutschlands, um in der zweiten Floorball Bundesliga gleich zwei Spiele zu bestreiten. Am Samstag ging es in Kiel gegen die Baltic Storms und am Sonntag in Hamburg gegen den Absteiger aus der ersten Bundesliga Blau-Weiß 96 Schenefeld. Während in der Begegnung gegen Kiel ein knapper Sieg von 11:9 (5:3; 3:2; 3:4) herausgespielt wurde und sich somit drei Punkte auf das Konto der Tollwütigen addierten, gingen die Ebersgönser in einem chaotischen Match gegen die 96-ger mit 6:15 (1:4; 5:6; 0:5) regelrecht unter. In der Tabelle rangiert die Tollwut nun auf dem 4. Platz.

Im ersten Spiel des Wochenendes traf der TSV auf die Baltic Storms, die bereits aus der Vorsaison bekannt waren. Die letzten Spiele konnten die Tollwütigen jedes Mal für sich entscheiden und somit galt es als Pflichtaufgabe die Punkte aus Kiel mitzunehmen. Mit der langen Autofahrt in den Beinen starteten die Ebersgönser allerdings wacklig in das Match, während sich die Gastgeber scheinbar einiges vornahmen und mutig aufspielten und bis zur siebten Minute durch einen Doppelschlag mit 0:2 in Führung gingen. Immerhin schien dies der Weckruf für die Tollwut gewesen zu sein, denn lediglich eine Minute später traf Anton Hautzel auf Zuspiel von Marius Herrmann zum 1:2. Der Knoten war geplatzt, denn bis zum Ende des ersten Drittels gelang es der Tollwut, das Spiel auf 5:3 zu drehen. Torschützen für den TSV waren Marius Herrmann (Vorlage Felix Meyer), Luca Rau (Zuspiel Theresa Beppler-Alt), Daniel Schindler und erneut Anton Hautzel auf Pass von Marius Herrmann.

Im der zweiten Periode verschliefen die Tollwütigen erneut die ersten Minuten und sie luden die Gastgeber durch zwei schnelle Tore ein, den Spielstand zu egalisieren – 5:5. Danach fing sich die Tollwut wieder: Die Verteidigung agierte konzentriert und im Angriff wurden die Bälle nicht mehr so einfach verschenkt. In der achten Minute klingelte es dann auch im Kasten der Baltic Storms, als Theresa Beppler-Alt einen Pass von Lian Rau per Fernschuss zum 6:5 verwandelte. Sekunden später war es dann Florian Beppler-Alt, der erst nach Zuspiel von Luca Rau das 7:5 und wenig später auf Vorlage von Lian Rau das 8:5 erzielte. Mit diesem Zwischenstand ging es in die letzte Pause.

Im abschließenden Spielabschnitt war zu erwarten, dass die Kieler alles versuchen würden, um den Rückstand von drei Toren aufzuholen. Dementsprechend  galt es auf Seiten der Ebersgönser, Ruhe zu bewahren und gegenzuhalten. Es entwickelte sich ein hektisches Spiel mit offenem Schlagabtausch und vielen Chancen auf beiden Seiten. Während die Baltic Storms zunächst entweder am starken Alex Knoop im Tor der Tollwut oder an der konsequenten Defensive scheiterten, konnte der TSV die Führung bis zur sechsten Minute auf 11:6 erhöhen. Torschützen für die Tollwütigen waren Daniel Schindler, Anton Hautzel (Zuspiel Marius Herrmann) und Marius Herrmann (Pass Anton Hautzel). Während die Tollwut – leider wie meist nach einer komfortablen Führung – grundlos einen Gang zurück schaltete, witterten die Gastgeber ihre Chance und sie drehten nochmal richtig auf. Folgerichtig gelang es den Kielern bis zum Ende des Spiels noch etliche Möglichkeiten zu erspielen, aber zum Glück nur drei Tore zum 11:9 Endstand zu erzielen. Trotz schwachem Anfang und Ende des Spiels, schien der Sieg für die Ebersgönser nie wirklich gefährdet; und doch waren sie letztlich froh die drei Punkte mit nach Hause nehmen zu können.  

In der zweiten Begegnung des Wochenendes gegen den Absteiger aus der ersten Bundesliga Blau-Weiß 96 Schenefeld, war von Beginn an klar, dass es für die Tollwut nichts zu holen gab: Die Ebersgönser mit dem Vortags-Spiel in den Beinen, zwei Reihen und einigen angeschlagenen Spielern standen einer erfahrenen Mannschaft mit drei vollen Reihen gegenüber, die erholt in das Match startete und sich den Wiederaufstieg als Saisonziel gesetzt hat.

Das Ergebnis von 4:1 für Schenefeld nach dem ersten Drittel spiegelt zwar nicht ganz den Spielverlauf wider, zeigt aber die Dominanz, mit der die 96-ger auf dem Feld agierten. Für die Tollwut traf lediglich Daniel Schindler auf Vorlage von Anton Hautzel.

Im zweiten Spielabschnitt versuchte der TSV besser dagegenzuhalten, doch bis auf ein kurzes Aufbäumen und eine  kleine Aufholjagd auf  4:5 durch Treffer von Lian Rau, Sami Brachtel (Pass Anton Hautzel), Anton Hautzel (per Penalty) und Marius Herrmann waren die Ebersgönser den Nordlichtern weit unterlegen, die sich bis zur Pause mit 10:6 erneut einen ordentlichen Vorsprung erarbeiteten (letztes Tor des TSV durch Anton Hautzel/Vorarbeit Martin Meyer).

Auch das letzte Drittel war aus Ebersgönser Sicht ein Desaster – nicht nur weil Schnefeld noch fünf weitere Tore für sich verbuchen konnte, während die Tollwütigen keines erzielten (15:6), sondern vor allem weil durch weitere Spielerausfälle und zwei gleichzeitigen Strafzeiten für den TSV das Chaos auf dem Feld perfekt war.

Nun denn: Die Begegnung war verloren, doch bot sich den zahlreichen Zuschauer ein turbulentes und sehr körperbetontes Spiel mit vielen schönen Kombinationen auf beiden Seiten. Aus Sicht der Tollwut ist die Niederlage selbst keine Schande, allerdings hätten nicht ganz so viele Gegentore fallen dürfen.

 

Nach vier Partien befindet sich der TSV Tollwut Ebersgöns auf dem vierten Tabellenrang, wobei sie aber teilweise schon doppelt so viele Spiele bestritt, wie andere Mannshaften in der Liga. Weiter geht es für den Dorfverein am kommenden Sonntag gegen den ambitionierten Aufsteiger Hannover Mustangs. Gespielt wird in der Mehrzweckhalle Kirch-Pohl-Göns um 14:00 Uhr. 

 

Für den TSV Tollwut Ebersgöns spielten am Wochenende:

 

Anton Hautzel (5 Tore/2 Vorlagen/2 Strafminuten), Marius Herrmann (3/3/0), Daniel Schindler (3/1/0), Sami Brachtel (1/0/4), Felix Meyer (0/1/0), Paul Günther (0/0/2), Luca Rau (1/1/2), Lian Rau (1/2/0), Martin Meyer (0/1/2), Theresa Beppler-Alt (1/1/2), Florian Beppler-Alt (2/0/0), Laura Zörb (0/0/0) und Torhüter Alexander Knoop (0/0/2).  

 

In der Begegnung mit den Baltic Storms aus Kiel setzte sich Tollwut Ebersgöns mit 11:9 durch. Daniel Schindler (weißer Dress Nr. 33) war mit zwei Treffern in dieser Partie erfolgreich, obgleich der Ball in dieser Szene knapp sein Ziel verfehlt.

 

Immer wieder im Mittelpunkt im Spiel gegen Blau-Weiß 96 Schenefeld stand Tollwut-Keeper Alexander Knoop, der - wie auf diesem Bild - höchsten Einsatz zeigen muss, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Letztlich war er aber gegen den Erstliga-Absteiger aus Hamburg, der sich mit 15:6 durchsetzte, zu oft chancenlos.

 

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