Tollwut Ebersgöns siegreich gegen Hannover 96

(tba) Vergangenen Samstag empfing der TSV Tollwut Ebersgöns in der zweiten Floorball Bundesliga Hannover 96. Nach einem souveränen 7:3 Sieg im Hinspiel in Hannover konnten die Tollwütigen auch vor heimischer Kulisse letztendlich überzeugen. Nach zwei noch eher wackligen Dritteln folgte ein konzentrierter Schlussabschnitt (1:2/3:1/3:0), der wieder einen 7:3 Sieg bedeutete.

Nach zwei Niederlagen in Folge war klar, dass gegen den Tabellenletzten aus Hannover zwingend Punkte hermussten, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren und den Abstand zu den Verfolgern wiederherzustellen. Da die Hannoveraner mit einem eher kleinen Kader angereist waren, galt es den Ball in den eigenen Reihen schnell laufen zu lassen und im Defensivspiel Druck auf den Ballhalter zu machen, um so den Gegner konditionell zu schwächen und folgend Fehler zu erzwingen.

Die Umsetzung dieser Anweisungen gerade zu Beginn der Partie gelang zunächst eher dürftig. Der Ball wurde von den Tollwütigen immer wieder im Angriff verloren und zudem ließen sie den Hannoveranern zu viel Platz für vielversprechende Konter. Genau solche waren es, die bis zur 12. Minute zwei Mal den Weg ins Tor der Ebersgönser fanden und den Spielstand von 0:2 für den Gast markierten. Obwohl die Tollwut deutlich mehr Ballbesitz hatte, war es schwer einen Weg durch die dicht vor dem eigenen Tor positionierte Abwehr von 96 zu finden. Kam der Ball dann doch Mal aufs Tor, war es der Torhüter der Gäste, der die vielversprechenden Chancen der Tollwut vereitelte. Kurz vor Ende des ersten Drittels war es dann doch noch so weit: Lian Rau hatte das Auge für Marius Herrmann, der den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte.

In der zweiten Periode galt es für Ebersgöns die Fehlpässe in der Offensive abzustellen und den Spielaufbau mit viel Geduld zu gestalten. In der Verteidigung sollte zudem eine konsequente Zuteilung die gefährlichen Konter der Hannoveraner verhindern. Kurz nach Wiederbeginn dauerte es gerade mal 47 Sekunden, ehe Luca Rau den Ball zurück auf Theresa Beppler-Alt spielte, die per direkten Fernschuss den Ausgleichstreffer zum 2:2 markierte. Das Konzept des TSV schien zu greifen, denn es zwang den Gegner zu Fehlern. In der achten Minute durfte ein Hannoveraner nach einem Stockschlag für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen, was den Tollwütigen eine Überzahl bescherte. Die Überzahlformation der Tollwut, die schon in der Vergangenheit ihre Treffsicherheit bewies, war auch diesmal erfolgreich: Nach einem Schuss von Lian Rau, den der Torhüter zunächst parieren konnte, wartete der aufgerückte Anton Hautzel nicht lange und schob den abgeprallten Ball über die Torlinie. Mit 3:2 war Ebersgöns zum ersten Mal in Führung - leider nicht lange, denn bereits 30 Sekunden später musste Tollwut-Keeper Alex Knoop hinter sich greifen: Erneut durch einen Konter und Zuordnungsschwierigkeiten kamen die 96er zum 3:3 Ausgleich. Während aber nun der TSV weiter geduldig versuchte dem Gegner sein Spiel aufzudrücken, schwanden den Hannoveranern langsam die Kräfte.  Martin Meyer auf Zuspiel von Anton Hautzel erhöhte knapp zwei Minuten später auf 4:3 für die ,Tollwütigen und die Zuschauer konnten die erneute Führung bejubeln. Mit diesem Zwischenstand endete das zweite Drittel.

Im letzten Spielabschnitt kontrollierte die Tollwut das Spiel. Zwar gaben die Gäste nie auf, doch man merkte ihnen an, dass sie ihr Pulver verschossen hatten. Die Ebersgönser indes ließen den Ball laufen, spielten weniger Fehlpässe und verhinderten erfolgreich Konter. Sollte dann doch noch ein Schuss auf das Tor der Tollwütigen gelangen, konnte sich das Team auf seinen Keeper Alex Knoop verlassen. Bis zum Ende des Drittel fielen noch drei Tore für den TSV durch Anton Hautzel, Noah Kolodziej (Vorlagen: Martin Meyer) und Martin Meyer, so dass das Ergebnis letztlich erneut 7:3 hieß und die Mannschaft drei wichtige Punkte für die Tabelle einfahren konnte.

Nach neun Spielen befindet sich die Tollwut nun auf dem fünften Tabellenplatz. Allerdings hat der aktuell Viertplatzierte Baltic Storms drei Spiele bei lediglich zwei Punkten mehr. Das kommende Wochenende wird wegweisend für die Ebersgönser. Im hohen Norden spielen sie am Samstag gegen die Gettorf Seahawks und am Sonntag gegen die Baltic Storms. Bei zwei Siegen könnte sich der TSV auf den dritten Tabellenplatz vorschieben, doch diese Aufgabe wird schwer werden.

Für den TSV Tollwut Ebersgöns spielten Martin Meyer (2 Tore/2 Vorlagen/0 Strafminuten), Anton Hautzel (2/2/0), Noah Kolodziej (1/0/2), Leon Bink (0/0/0), Björn Schmidt (0/0/0), Paul Günther (0/0/0), Theresa Beppler-Alt (1/0/2), Florian Beppler-Alt (0/0/0), Luca Rau (0/1/0), Lian Rau (0/2/0), Marius Herrmann (1/0/0), Laura Zörb (0/0/0) und Torhüter Alexander Knoop.

 

 

Die Tabelle:

Zum Bild:

Spielaufbau von Tollwut Ebersgöns: Flügelspieler Leon Bink führt den Ball (helles Trikot, Nr. 11). Den direkten Passweg zu seinem Mitspieler Anton Hautzel (Nr. 98) stellt die Nr. 27 der Hannoveraner  (dunkles Trikot) zu, ein Torschuss scheint nicht vielversprechend, da der 96er Keeper sein Eck zu macht und auch die Ballverlagerung hinter das Tor ist durch Hannovers Nr. 5 verhindert. Der Blick von Leon verrät aber, dass er die Situation richtig einschätzt und den Ball zu einem seiner Verteidiger zurückspielen wird, um geduldig einen neuen Aufbau zu gewährleisten. Geduld war letztlich auch der Schlüssel zum Erfolg in der Partie Tollwut Ebersgöns gegen Hannover 96, denn erst im Schlussdrittel wurde der klare Sieg von 7:3 perfekt gemacht. 

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