Tollwut Herren aus Ebersgöns zogen in dritte Pokalrunde ein

(tba) In der zweiten Runde des deutschen Floorball-Pokals reisten die Herren des TSV Tollwut Ebersgöns vergangenes Wochenende nach Leipzig, um gegen den Regionalligisten MFBC Schkeuditz/Leipzig anzutreten. Nach einem misslungenen ersten Drittel fingen sich die Tollwütigen im zweiten Spielabschnitt und konnten nach einer fulminanten Aufholjagd ausgleichen. Trotz drei Unterzahlspielen wurde der letzte Spielabschnitt von den Ebersgönsern dominiert, so dass sie letztlich mit einem 9:5 Sieg in die nächste Pokalrunde einziehen (1:4/4:1/4:0).


Mit dem MFBC Schkeuditz/Leipzig stand den Tollwütigen ein Team aus motivierten jungen und älteren erfahrenen Spielern gegenüber. Dennoch wurde den höher klassierten Ebersgönsern die Favoritenrolle zuteil.


Das Spiel startete verhalten, da keines der Teams wusste, was es von dem Gegenüber zu erwarten hatte. Zwar klingelte es gleich in der zweiten Minute im Kasten der Schkeuditzer, als Felix Meyer nicht lange zögerte und einen Freischlag nutzte, um die gerade wechselnden Schkeuditzer zu überrumpeln und den Ball quer übers Feld zu Anton Hautzel zu legen, der freie Bahn hatte, die 1:0 Führung zu erzielen – doch das war´s dann auch. Schnell wurde klar, dass es für den TSV nicht einfach werden würde ihr gewohntes Spiel aufzuziehen, da zum einen der MFBC konzentrierte und robuste Abwehrarbeit betrieb und zum anderen scheinbar die Einstellung der Ebersgönser nicht stimmte. Immer wieder wurde der Spielfluss durch einfache Ballverluste unterbrochen, sodass die Schkeuditzer vermehrt zu gefährlichen Abschlüssen auf das Tor der Tollwütigen kamen. In der zehnten Minute des Drittels fand der Ball das erste Mal den Weg ins TSV-Tor. In den darauffolgenden vier Minuten schienen die Ebersgönser nicht auf dem Feld zu stehen, denn dem MFBC gelang es recht einfach den Spielstand auf 1:4 in die Höhe zu schrauben. Auch im weiteren Verlauf des Drittels gelang es den Tollwütigen nicht, zurück ins Spiel zu finden, so dass es mit dem 1:4 Rückstand in die Kabine ging.


Das zweite Drittel startete deutlich besser. Die Tollwütigen standen sichtlich geordneter und zeigten endlich ihren gewohnten Biss und schönes Kombinationsspiel. Bereits 14 Sekunden nach Wiederanpfiff fiel der Anschlusstreffer zum 2:4. Marius Herrmann hatte das Auge für den im Slot (unmittelbar vor dem Tor) bereitstehenden Lian Rau, der den Ball in die Maschen hämmerte. Die Tollwütigen spielten nun deutlich aggressiver und konzentrierter in der Defensive. Selbst als die Tollwütigen in der siebten Minute in Unterzahl das 2:5 hinnehmen mussten, ließen sie sich diesmal nicht aus dem Konzept bringen. Die Einstellung und das gezeigte Spiel der TSV-Akteure stimmten nun, denn ab diesem Zeitpunkt gaben sie das Match nicht mehr aus der Hand. Es begann eine nervenzerreißende Aufholjagd und tatsächlich schaffte es die Tollwut bis zur zweiten Pause den Spielstand auf 5:5 zu egalisieren. Torschützen hierbei waren Anton Hautzel, Noah Kolodziej (Assist Anton Hautzel) und Felix Meyer.


Der letzte Spielabschnitt gehörte ausschließlich dem TSV: Die Feldspieler ließen die Tormaschine weiter laufen und Schlussmann Alex Knoop hielt seinen Kasten das gesamte Drittel über sauber, obwohl die Tollwut noch dreimal in Unterzahl spielte. Für den Endstand von 9:5 aus Sicht der Ebersgönser sorgten zwei weitere Treffer von Luca Rau (Assists Marius Herrmann und Lian Rau) sowie zwei Tore von Marius Herrmann (Passgeber Anton Hautzel).


Somit zieht der TSV Tollwut Ebersgöns erstmals in die dritte Pokalrunde ein. Da die Partien noch nicht ausgelost wurden, steht noch nicht fest, wer der nächste Gegner sein wird.


Als nächstes ist für die Tollwütigen Ligaalltag angesagt. Kommenden Samstag stehen sie im ersten Auswärtsspiel in der zweiten Bundesliga Hannover 96 gegenüber. Während Ebersgöns nach zwei Spielen auf dem vierten Tabellenplatz steht, blieben die Hannoveraner nach drei Begegnungen bisher


noch punktlos und befinden sich momentan auf dem letzten Tabellenrang. Dennoch ist der Gegner nicht zu unterschätzen, zumal es für beide Teams um drei wichtige Zähler gehen wird.


Im Pokalspiel in Leipzig spielten für den TSV Tollwut Ebersgöns:
Marius Herrmann (2 Tore/2 Vorlagen/4 Strafminuten), Anton Hautzel (2/2/2), Felix Meyer (1/1/2), Luca Rau (2/0/2), Lian Rau (1/1/0), Martin Meyer (0/0/0), Noah Kolodziej (1/0/0), Florian Beppler-Alt (0/0/0), Theresa Beppler-Alt (0/0/0), Leon Bink (0/0/0), Paul Günther (0/0/0), Laura Zörb (0/0/0) und Torhüter Alexander Knoop.

Zum Bild:   Tollwut-Keeper Alexander Knoop durchlebte beim 9:5 Sieg der Ebersgönser im Pokalspiel gegen den MFBC Schkeuditz in Leipzig gänzlich unterschiedliche Drittel. Während er im ersten Spielabschnitt von seinen Vorderleuten zu oft im Stich gelassen wurde und gleich viermal hinter sich greifen musste (1:4), verlief die zweite Periode recht ruhig für ihn (4:1). Im letzten Drittel konnte er sich auszeichnen, da er seinen Kasten sauber hielt, obwohl sein Team gleich dreimal in Unterzahl spielen musste (4:0).

 

Veranstaltungen

   31.03.2019  14:00 Uhr

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