· 

2. Floorball-Bundesliga wird umstrukturiert – Tollwut Ebersgöns steckt in der Saisonvorbereitung

Die diesjährige Corona-Situation bringt für Floorball Deutschland (FD), wie für alle Dachverbände, erhebliche Probleme mit sich. Andererseits eröffnet die Pandemie auch Chancen. So soll die bestehende 2. Floorball-Bundesliga (2.FBL) neu strukturiert und schrittweise vergrößert werden. Ziel nach aktuellen Entwürfen ist es, mit einem Drei-Jahres-Plan bis zur endgültigen neuen Struktur eine attraktive Liga bieten zu können. In 2020/2021 hat die Durchführbarkeit des Spielbetriebs den höchsten Stellenwert. Damit die Runde auf jeden Fall bis zum Ende gespielt werden kann, wird deshalb erstmals die Saison in drei regionalen Staffeln organisiert, was eine teilweise neue Zusammensetzung mit sich bringt. 

„Die neue Staffel-Einteilung ermöglicht es uns als Verband, flexibler auf mögliche Spielausfälle in verschiedenen Regionen in Zusammenhang mit der derzeitigen Corona-Pandemie zu reagieren …”, erklärt Jan Brandt (für den Spielbetrieb zuständiges Mitglied aus dem Vorstand von FD). 

Aus den letztjährigen beiden Staffeln Nord/West und Süd/Ost werden nun Nord-West, Süd-West und Ost. Während die Staffel Ost (7 Teams) in einer normalen Doppelrunde gegeneinander antreten soll, ist für die Staffeln Nord-West (5 Teams) und Süd-West (5 Teams) je eine  Dreifachrunde angedacht, damit auch diese Teams letztlich auf 12 Spieltage kommen. Welche Mannschaft in der dritten Begegnung allerdings Heimrecht haben soll, ist noch unklar. Nach den Staffelrunden wird es zudem einen Vergleich zwischen den Staffeln geben. Insgesamt sollen die Spielbetriebe und Meisterschaften von Floorball Deutschland so organisiert sein, dass flexibel auf die Entwicklung der Corona-Pandemie reagiert werden kann. 

Die Herren des TSV Tollwut Ebersgöns werden in der Staffel Süd-West starten. Dies bedeutet für die Tollwütigen eine enorme Umstellung. Mit der Sportvereinigung Feuerbach (Baden-Württemberg), dem FC Stern München (Bayern), Donau-Floorball Ingolstadt/Nordheim (Bayern) und dem FC Rennsteig Avalanche (Thüringen) gibt es in dieser Staffel lediglich Mannschaftengegen die die Ebersgönser noch nie antraten. Wie stark die Gegner einzustufen sind, ist also völlig unklar. Unter anderem deswegen steht auch der Großfeldkader der Tollwut noch nicht ganz fest. Können weitere Jungherren oder Jugendtalente im Spiel der Ebersgönser eingebaut werden oder lässt dies die Stärke der Staffel gar nicht erst zu? Verlässt wer das Team, da sich ggf. Studien- oder Berufsort ändern? Können neue Spielstrategien und personelle Umstellungen ausprobiert werden? 

„In allen Belangen und Bereichen zum Beginn der Saison fit sein“, kontern die Spielertrainer Felix und Martin Meyer, „um unseren Gegnern mutmaßlich ein Stück voraus zu sein und so hoffentlich ein paar unerwartete Punkte mehr erbeuten – das wird Voraussetzung sein, um mehr spielerische und personelle Freiheiten zu haben“. 

Deshalb stellte das Trainerduo bereits ab Anfang Mai eine WhatsApp-Gruppe zusammen, die alle potenziellen Spielerinnen und Spieler der 1. Mannschaft beinhaltete. Alle Gruppenmitglieder waren angehalten mindestens einmal wöchentlich laufen zu gehen sowie ein kleines Workout (Fitnessprogram mit z. B. Liege- und Seitstütz, Sit-Ups, Leg-Raises usw.) zu absolvieren und dies zu posten, um zum einen andere zu motivieren mitzuziehen und zum anderen nachweislich seinen läuferischen Trainingsstand zu zeigen. Mit Öffnung der Sportplätze und -hallen begann die offizielle Vorbereitung auf die neue Floorballsaison. Montags Lauftraining verschiedenster Art (Intervall-, Zeit- und Streckenläufe), welches die Meyer-Brüder leiten und mehrere Einheiten Fitnesstraining mittwochs, zu denen Nils Wittig – Personal- und (Gruppen)-Fitnesstrainer – gewonnen werden konnte. Ferner wurde jedem die Durchführung eines weiteren individuellen Laufs pro Woche auferlegt. Kürzlich kamen die ersten technischen Einheiten mit Schläger und Ball dazu und im August sind Testspiele geplant, sodass das Team bis zum Auftakt der 2. FBL hoffentlich in allen Bereichen gut vorbereitet dasteht. 

Wann allerdings die Saison 2020/2021 losgeht, ist noch nicht ganz sicherGeplant ist der Auftakt Mitte September – viel Zeit noch, um sich entsprechend vorzubereiten und viel Zeit, in der noch viel geschehen kann. 

 

Sprinttraining 

Hohen Stellenwert hat in der Vorbereitung zur neuen Saison für die Herren von Tollwut Ebersgöns das Lauftraining. Pandemiebedingt fand dies zu Beginn im Privaten statt und einige Spieler wuchsen so im Ausdauerbereich über sich hinaus. Nach Öffnung der Hallen findet in diesen vor allen Dingen Sprinttraining statt. Im Bild 1 ist Marius Herrmann zu sehen, der bei einer Sprintstaffel vorlegt. 

 

Technik- und Fitnessparcours: 

Erst seit kurzem steht Techniktraining auf dem Trainingsprogramm. Parcours mit Schläger und Ball sowie verschiedene Übungen mit der Koordinationsleiter (in Bild 2: Luca Rau, Martin Meyer und Felix Meyer) sollen neben Ball- und Stocktechnik die individuelle Fitness auf hohem Niveau halten. 

 

Reaktionstraining der Keeper: 

Die Torhüter des Teams halten sich ebenso mit der Mannschaft fit, wobei sich diese, während die Feldspieler Stocktraining machen, unter anderem mit der Reaktionsverbesserung beschäftigenAlexander Knoop lässt den Ball aus kurzer Distanz von Oben fallen und Klaus Keller muss versuchen diesen zur Seite wegschlagen (Bild 3), Klaus Keller lässt den Ball aus kurzer Distanz von Oben fallen und Alexander Knoop muss versuchen diesen zur Seite wegschlagen (Bild 4).