Tollwut Herren entthronen Dümpten

(tba) Einen Tag vor Weihnachten trafen in der Mehrzweckhalle Kirch-/Pohl-Göns die Herren des TSV-Tollwut Ebersgöns in der 2. Floorball-Bundesliga auf die Dümptener Füchse. Der Tabellenführer aus dem Ruhrgebiet – ein reiner Floorballverein –, ist durch sein sehr körperbetontes Spiel, gefährliche Konter und hervorragende Defensivarbeit bekannt und hat Ambitionen in die erste Liga aufzusteigen. Tollwut Ebersgöns hingegen hat in den Trainingseinheiten zuvor versucht sich auf die Stärken des Gegners einzustellen und eine Taktik geschult, die offensiv dagegen halten sollte. Nach dramatischen 60 Minuten, die alles zu bieten hatten, wurde Dümpten von den Tollwütigen quasi mit seinen eigenen Mitteln mit 8:6 (3:3; 4:2; 1:1) geschlagen. Die Ebersgönser machten sich somit ihr eigenes Weihnachtsgeschenk: Sie bleiben zwar auf Platz vier der Tabelle, doch haben sie sich von Platz fünf absetzen und den Kontakt zur Spitze halten können.

Großartiges Abtasten, wie es sonst oft üblich ist, war zu Spielbeginn nicht zu sehen – im Gegenteil: beide Teams legten sofort offensiv mächtig los und versuchten den Gegner in die eigene Hälfte zu drücken. Bereits nach drei Minuten stand es 1:1, wobei die Tollwut durch Anton Hautzel auf klugen Pass von Noah Kolodziej in Führung ging und die Füchse nur Sekunden später ausglichen. Auch in der Folgezeit glänzten beide Teams mit offensivem Spiel, doch die Abwehrreihen standen, so dass sich die Mannschaften zunächst egalisierten. Die Ebersgönser konnten dem körperbetonten und schnellen Spiel der Gäste Paroli bieten und zudem ihr Angriffsspiel aufziehen. In der achten Minute erhöhte die Tollwut durch Felix Meyer, der ein Zuspiel seines Bruders Martin nutzte, auf 2:1; nur kurz darauf sogar das 3:1 für den TSV, nachdem der Ball von Theresa Beppler-Alt auf Luca Rau traf, der überlegt einnetzte. Die Füchse waren in der Folge etwas verunsichert und viele Angriffe ihrerseits wurden überhastet abgeschlossen, so dass der Ball über bzw. neben das Tor ging. Erst Mitte des Drittels fanden die Dümptener wieder einen Weg ins Tor der Tollwütigen und sie verkürzten auf 2:3. Jetzt wollten die Füchse noch den Ausgleich vor der Pause, doch ihre Spielweise änderte sich nicht – lediglich ihre Körperhärte wurde erhöht. Die bis dahin guten Schiedsrichter zeigten sich mit der Körperhärte der Dümptener und dem Dagegenhalten der Ebersgönser allerdings überfordert und trafen einige strittige Entscheidungen. Die Konsequenz aus den erhitzten Gemütern aller Beteiligten war eine 10-minütige Strafe für Spielertrainer Felix Meyer nach einer nicht so ganz überschaubaren Situation, in welcher die Schiedsrichter ein unsportliches Verhalten erkannt haben. Nun denn – die Reihen auf Seiten der Tollwut mussten der Situation geschuldet umgestellt werden und tatsächlich kamen die Füchse noch vor Drittelende zum für sie schmeichelhaften 3:3 Ausgleich.

 

Nach dem Seitenwechsel ging es so weiter, wie im ersten Drittel: Druckvolle Angriffe und gute Abwehrarbeit beiderseits, wobei es die Tollwütigen waren, die effektiver agierten. Lian Rau im Alleingang sowie Björn Schmidt mit einem verdeckten Schuss aus zweiter Reihe (Assist Noah Kolodziej) konnten relativ schnell auf 5:3 zugunsten der Ebersgönser erhöhen. Etwas später sogar das 6:3 durch Marius Herrmann auf Anspiel von Luca Rau, ehe die zu Füchse im Doppelpack zurückschlugen und auf 5:6 herankamen. Vier Minuten vor dem Pausenpfiff gelang der Tollwut durch Anton Hautzel noch das 7:5, der einen Bandenpass von Martin Meyer direkt in die Maschen des Gegners schlug.

 

Das letzte Drittel begann für die Tollwut eher stressig. Nicht nur, dass die Füchse noch mal alles gaben, um heranzukommen, für Ebersgöns gab es innerhalb kürzester Zeit zwei Zeitstrafen, so dass sie in Unterzahl mit nur drei Spielern auf dem Feld den Dümptenern Widerstand leisten mussten. So war es nicht verwunderlich, dass in der 5. Minute die Füchse noch einmal auf 6:7 herankamen. Hiernach allerdings war das Match wieder ausgeglichen. Während Ebersgöns kontrollierte Offensive zeigte und ein Tor schoss, das allerdings nicht anerkannt wurde, schien Dümpten ideenlos, so dass lange kein Ball mehr den Weg in die Maschen fand. Für Ebersgöns war das Ergebnis bis dato soweit in Ordnung, für die Mannen aus dem Ruhrpott allerdings nicht. Etwa drei Minuten vor Schluss der Partie nahmen sie ihren Keeper zugunsten eines sechsten Feldspielers aus der Begegnung. Fatal, denn die Tollwütigen konnten im Überzahlspiel der Gäste den Ball erobern und diesen durch Luca Rau im leeren Tor der Dümpten zum 8:6 unterbringen. Das Spiel war gelaufen, denn in den wenigen verbleibenden Sekunden passierte nichts Zählbares mehr.

 

Die Tollwütigen und die knapp 160 Zuschauer feierten anschließend den Sieg gebührend, festigt er doch den vierten Platz in der Tabelle. Die Füchse aus Dümpten hingegen mussten den Platz an der Tabellenspitze räumen und befinden sich nun auf Rang drei.

 

 

Nach der Weihnachts.- und Silvesterpause geht es am Samstag, dem 12 Januar weiter für die Spieler von Tollwut Ebersgöns. Dann treffen sie zu Hause um 14:00 Uhr in der Mehrzweckhalle Kirch-/Pohl-Göns auf den Ballsportverein Roxel.

Die Tabelle der 2. Floorball Bundesliga Nord/West:

 

Für Tollwut Ebersgöns spielten:

 

Alexander Knoop (0 Tore/0 Assists/0 Strafminuten) im Tor. Auf dem Feld Felix Meyer (1/0/12), Theresa Beppler-Alt (0/1/0), Lian Rau (1/0/2), Leon Bink (0/0/0), Martin Meyer (0/2/0), Marius Herrmann (1/0/0), Laura Zörb (0/0/0), Florian Beppler-Alt (0/0/0), Paul Günther (0/0/0), Luca Rau (2/1/0), Noah Kolodziej (0/2/0), Björn Schmidt (1/0/2) und Anton Hautzel (2/0/0).

 

Anton Hautzel (helles Trikot Nr. 98) erzielt das 1:0 für Tollwut Ebersgöns gegen den Tabellenführer der 2. Floorball-Bundesliga, den Dümptener Füchse. Er bedankt sich bei dem vor ihm stehenden Noah Kolodziej, der den finalen Pass schlug. Die mitgelaufenen Mannschaftskameraden Felix Meyer (Nr. 3) und Björn Schmidt (Nr. 83) freuen sich für über die schnelle Führung und reisen stolz ihre Arme hoch.

Björn Schmidt (helles Trikot Nr. 83) findet die Lücke im Abwehrdreieck des Gegners und markiert das 5:3 für die Tollwütigen aus Ebersgöns durch einen Schuss aus zweiter Reihe ins linke untere Eck. Im Hintergrund wartet sein Mitspieler Leon Bink (Nr.11) einschussbereit, falls  der Schuss verzogen oder geblockt würde.

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