Tollwut Ebersgöns als Westdeutscher Meister für die Deutschen qualifiziert

(tba) Vergangenes Wochenende fand in Hochdahl die Qualifikation zur Deutschen Floorball Meisterschaft auf dem Kleinfeld statt. Teilnehmen durften jeweils die Meister und Vizemeister aus NRW und Hessen. Nach den Halbfinals, die direkt entschieden, welche zwei Teams die Startplätze an der Deutschen Meisterschaft erhalten, ging es im Finale um den Titel des Westdeutschen Meisters. Als amtierender Hessenmeister traf der TSV Tollwut Ebersgöns im Halbfinale auf den Gastgeber und Vize-NRW-Meister, den TSV Hochdahl. Nach einem sehr holprigen Spiel mit besserem Ausgang für die Tollwut (10:6) wartete im Finale der NRW-Meister, die SSF Dragons Bonn, die zuvor das Halbfinale gegen die TSG Erlensee mit 13:9 für sich entschieden. In einem spannenden und ausgeglichenen Finale konnten sich die Ebersgönser durchsetzen und das Spiel mit 9:7 für sich entscheiden.

 

Der Turniertag startete mit dem Halbfinale zwischen den SSF Dragons Bonn und der TSG Erlensee. In einem lange Zeit ausgeglichenen Match hatten die Bonner den längeren Atem und sicherten sich mit einem 13:9 Sieg den ersten Startplatz an der Deutschen Meisterschaft.

 

Im zweiten Spiel des Tages traf dann der TSV Tollwut Ebersgöns auf den TSV Hochdahl. Die erste Hälfte der Partie gestaltete sich ausgeglichen. Nachdem die Gastgeber in der dritten Minute in Führung gingen, glich Martin Meyer wenig später per Alleingang aus. Während die Tollwütigen deutlich mehr Ballbesitz hatten, nutzten die Hochdahler ihre Chancen weitaus effektiver, was dafür sorgte, dass keines der Teams seine Ausbeute auf mehr als ein Tor Vorsprung erhöhen konnte. Bis zur Halbzeitpause führten die Ebersgönser mit 5:4. Torschützen für die Hessen waren zwei Mal Martin Meyer, Lian Rau und Anton Hautzel. Trainer Florian Beppler-Alt machte in seiner Kabinenansprache klar, dass in der zweiten Periode nochmal eine Schippe draufgelegt werden müsse, um das Spiel unter Kontrolle zu bringen und das DM-Ticket zu sichern.

 

Im zweiten Spielabschnitt präsentierten die Tollwütigen den mitgereisten Fans zu Beginn ein ganz anderes Spiel. Der Ball lief sicher durch die eigenen Reihen und es wurde konsequent verteidigt, um Tollwut-Keeper Alexander Knoop zu unterstützen. Auch die Torchancen wurden geduldiger und kreativer ausgespielt, sodass der Hochdahler Schlussmann bis zur sechsten Minute vier Mal hinter sich greifen musste (9:4). Für die Ebersgönser trafen Lian Rau, Anton Hautzel, Florian Beppler-Alt und Luca Rau. Danach plätscherte das Spiel erneut vor sich hin, wobei die Tollwütigen den Gastgebern wenig Chancen ließen, wieder in die Partie zu finden. Erst die Schlussphase war wieder etwas mehr von Spannung geprägt. Angefangen mit zwei schnellen Gegentoren in der 15. Minute zum 9:6, wurde Ebersgöns hektischer und die Gastgeber schienen nochmal aufzudrehen. Die Hochdahler machten Druck, doch sie scheiterten immer und immer wieder. Deshalb ersetzten sie in der letzten Minute ihren Torhüter gegen einen weiteren Feldspieler, um in Überzahl – so die Idee – das Spiel noch zu drehen. In diesen 60 Sekunden eroberten sich die Tollwütigen dennoch den Ball und Marius Herrmann ließ sich nicht lange bitten, ehe er zum 10:6 Endstand einnetzte.

 

Das Ticket zur Deutschen Meisterschaft war für die Ebersgönser somit gelöst und es ging im Finale gegen die Dragons aus Bonn um den Westdeutschen Meistertitel.

 

Im Endgame wurde den Zuschauern ein spannendes und ausgeglichenes Match geboten. Während die Tollwütigen auf ihre gewohnt schnelle und offensive Spielweise zurückgriffen, gingen die Dragons die Partie mit viel Ruhe, Übersicht und gutem Stellungsspiel an. Nach 12 Sekunden klingelte es zum ersten Mal im Kasten der Bonner. Martin Meyer sah seine Chance und netzte direkt nach Ballgewinn zur 1:0 Führung für die Ebersgönser ein. Danach gestaltete sich das Spiel ausgeglichen und beide Teams kamen zu Einschussmöglichkeiten. Nach dem Ausgleichstreffer in der dritten Minute, gingen die Tollwütigen nur wenig später durch Felix Meyer auf Zuspiel von Anton Hautzel erneut in Führung (2:1). Als in der elften Minute aufs Neue der Ausgleich erzielt wurde, hatten die Ebersgönser auch hierauf die passende Antwort parat: Pass von Lian Rau auf Anton Hautzel, der den Ball sicher im Tor des Gegners unterbrachte. Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte Florian Beppler-Alt, der nach schönem Alleingang den Pausenstand von 4:2 markierte.

 

Auch die zweite Hälfte gestaltete sich durchweg ausgeglichen und spannend. Auf Seiten der Tollwütigen gab es einen Torhüterwechsel und für den verletzten Alexander Knoop saß nun Klaus Keller zwischen den Pfosten. Dieser wurde auch gleich auf die Probe gestellt, denn nach einer nicht ganz sauberen Aktion vor dem eigenen Tor entschieden die Schiedsrichter auf Penalty, den der Tollwut-Keeper mit Bravour parierte und so den Anschlusstreffer verhinderte. Im weiteren ebenbürtigen Spielverlauf hatten Mal die Dragons die Nase vorn, Mal die Tollwütigen. Beiden Teams gelang es im zweiten Spielabschnitt fünf Tore zu erzielen, so dass das Spiel mit 9:7 aus Sicht der Ebersgönser endete. Die Tollwut-Tore erzielten zwei Mal Marius Herrmann, Luca Rau, Anton Hautzel und Martin Meyer. Der TSV Tollwut Ebersgöns wurde anschließend zum Westdeutschen Meister gekürt und qualifizierte sich für die Endrunde Ende Juni im niedersächsischen Dinklage.

 

Für den TSV Tollwut Ebersgöns spielten Martin Meyer (5 Tore/2 Vorlagen), Anton Hautzel (4/2), Marius Herrmann (3/1), Florian Beppler-Alt (2/1), Lian Rau (2/1), Luca Rau (2/1), Leon Bink (0/2), Felix Meyer (1/0), Paul Günther (0/1), Sami Brachtel (0/0) und die Torhüter Klaus Keller und Alexander Knoop. 

Das Siegerfoto zeigt stehend (von li): Leon Bink, Florian Beppler-Alt, Theresa Beppler-Alt, Luca Rau, Lian Rau, Paul Günther, Felix Meyer und Alexander Knoop. Kniend: Klaus Keller, Martin Meyer, Marius Herrmann, Anton Hautzel und Sami Brachtel.

Veranstaltungen

          16. Juni 2019

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