Heimsieg in der 2. Bundesliga für Tollwut Ebersgöns gegen Roxel

(tba) Am Sonntag fand das erste Heimspiel der Floorball-Herren des TSV Tollwut Ebersgöns in der zweiten Bundesliga statt. Gespielt wurde in der Mehrzweckhalle Pohl-Göns gegen den BSV Roxel. Die Tollwütigen ließen nie an einem Sieg zweifeln und gewannen schließlich souverän mit 13:7 (5:1; 3:2; 5:4).

 

In der Kabinenansprache vor dem Spiel machten die Ebersgönser Spielertrainer Felix und Martin Meyer klar, dass der Fokus in diesem Match auf die Verteidigung gelegt werden sollte. Dies zum einen, um Torhüter Klaus Keller, der an diesem Tag sein Bundesliga-Debut gab, zu unterstützen und zum anderen, nicht die Fehler zu wiederholen, die in der Vorsaison gegen Roxel gemacht wurden, nämlich deren Konterstärke zu unterschätzen.

Zu Beginn der Partie tasteten sich beide Teams vorsichtig ab und versuchten nach und nach ins Spiel zu finden. Schnell wurde klar, dass die Tollwut das Team sein würde, das durch viel Ballbesitz das Spiel machen muss. Die Gäste aus Roxel dagegen setzten wie immer vermehrt auf Konter und lange, hohe Bälle nach vorne, bei denen ein Spieler bereitsteht, um den Ball im Tor unter zu bringen. Und genau der erste Versuch eines solchen Konters war es, der in der fünften Minute das 0:1 für den BSV bedeutete. Allerdings war die Tollwut im Anschluss wach, achtete auf die schnellen Gegenzüge und konnte stets die langen Bälle sicher abfangen. Auch in der Offensive wurden die Ebersgönser nun mutiger und ließen den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen. Die logische Konsequenz daraus war in der zehnten Minute der Ausgleichstreffer zum 1:1 durch Theresa Beppler-Alt auf Zuspiel von Martin Meyer. Nun schien der TSV richtig ins Spiel gefunden zu haben und es wurden etliche vielversprechende Chancen kreiert und schöne Kombinationen gezeigt. Somit war es nicht verwunderlich, dass der Ball bis zum Ende des ersten Drittels noch vier Mal im Kasten der Gäste landete. Marius Herrmann, Noah Kolodziej und Felix Meyer (alle drei Vorlagen durch Anton Hautzel) sowie Leon Bink (Zuspiel Noah Kolodziej) trafen für die Tollwut.

 

Der zweite Spielabschnitt ist normalerweise der vermeidbar schwächste der Tollwut, in dem es den Gegnern oftmals gelang, einen Rückstand aufzuholen. Aber in diesem Spiel nicht. Die Ebersgönser hielten die Konzentration hoch und knüpften an die Leistung des vorherigen Drittels an. Zweimal Anton Hautzel und Luca Rau auf Zuspiel von Martin Meyer erhöhten bis zur 17. Minute auf 8:1. In den letzten beiden Spielminuten drehten die Gäste nochmal auf und erzielten innerhalb von 50 Sekunden zwei schnelle Tore zum 8:3 Pausenstand, wobei eines aus einer Überzahl resultierte.

 

Im Hinblick auf das Schlussdrittel sollten die Tollwütigen gewarnt sein, dass der BSV Roxel durchaus auch in der Lage ist, schnelle Tore zu erzielen. Somit lautete die Devise, den Schlussabschnitt nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich nicht zu sicher zu fühlen.

Zu Beginn zeigte die Tollwut große Dynamik bei hoher Konzentration. Binnen fünf Minuten wurde so der Vorsprung durch Leon Bink (Pass Noah Kolodziej), Lian Rau (Zuspiel Luca Rau), Paul Günther (Vorlage Anton Hautzel) und ein Eigentor auf 12:3 ausgebaut. Wer allerdings dachte, die Gäste würden nun resignieren und das Spiel aufgeben, lag völlig falsch. Denn mit dem zwölften Treffer schalteten einige Tollwut-Akteure einen Gang zurück, während die Spieler des BSV Roxel nochmal ihre letzten Kräfte mobilisierten, um die Niederlage nicht ganz so deutlich hinnehmen zu müssen. Somit wurde das Spiel nochmal hektisch und für die Zuschauer wenig ansehnlich. Den Tollwütigen gelang es nicht, den Gästen den Wind aus den Segeln zu nehmen und das Spiel zu beruhigen, sodass ein stetiges, holpriges hin und her auf dem Spielfeld stattfand. Während die Tollwütigen durch Marius Herrmann auf Zuspiel von Anton Hautzel noch ein Tor schießen konnten, landete der Ball noch ganze vier Mal im Tor der Tollwütigen. Das Spiel endete letztlich mit 13:7 aus Sicht des TSV. Auch wenn die Tollwütigen ausnahmslos jedes Drittel gewannen, hinterlässt der letzte Spielabschnitt einen bitteren Beigeschmack. Nicht nur, da man gegen Ende das Spiel aus der Hand gab, sondern auch, weil sich Tollwut-Spieler Leon Bink nach einer unglücklichen Aktion das Kreuzband riss und auf unbestimmte Zeit ausfällt. Wir wünschen Leon gute Besserung! Dennoch sind die Ebersgönser froh, die ersten drei Punkte in der neuen Saison eingefahren zu haben.

Nach dem zweiten Spiel in der zweiten Bundesliga Nord/West befindet sich der TSV Tollwut Ebersgöns auf dem dritten Tabellenrang.

 

Als nächstes steht am 12. Oktober die zweite Runde im Floorball-Deutschland-Pokal auf dem Programm. Das Los hat den Tollwütigen ein Auswärtsspiel gegen den SC DHfK Leipzig beschert, der in der zweiten Bundesliga Süd/Ost spielt.

 

 

Für den TSV Tollwut Ebersgöns gegen den BSV Roxel spielten Felix Meyer (1 Tor/ 0 Vorlagen/ 2 Strafminuten), Theresa Beppler-Alt (1/0/0), Lian Rau (1/0/0), Leon Bink (2/0/0), Martin Meyer (0/2/0), Marius Herrmann (2/0/0), Laura Zörb (0/0/0), Florian Beppler-Alt (0/0/0), Paul Günther (1/0/0), Luca Rau (1/1/6), Noah Kolodziej (1/2/0), Anton Hautzel (2/5/0) und Torhüter Klaus Keller

 

Das Bild zeigt die Ebersgönser Martin Meyer (helles Dress Nr. 12) und Laura Zörb (Nr. 24) wie sie gemeinsam den Spielaufbau des BSV Roxel unterbrechen.

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