Zwei Siege der Tollwut Herren zum Auftakt der Floorball-Kleinfeldsaison

(KK) Am Sonntag begann für das Herrenteam des TSV Tollwut Ebersgöns die Kleinfeld-Saison in der Regionalliga Hessen. An diesem Doppel-Spieltag traf die Mannschaft zu Hause auf die Espenau Rangers und den Frankfurt Falcons. Das Team der Tollwut, in dem sechs Jugendspieler eingebaut wurden, kam gegen die Rangers zu einem knappen 6:7 (2:5; 4:2) Zittersieg; gegen die Frankfurter hingegen lief es deutlich besser, so dass die Ebersgönser letztlich mit 19:9 (10:6; 9:3) die Begegnung für sich entschieden. In der noch nicht aussagekräftigen Tabelle belegt nun der TSV zusammen mit der TSG Erlensee mit je sechs Punkten die ersten beiden Plätze, wobei die TSG aufgrund des besseren Torverhältnisses ganz oben steht.

Im ersten Match des Tages mussten die Tollwütigen gegen die Rangers aus Espenau ran. Genauso wie der TSV baute auch Espenau Jugendspieler mit in den Kader ein, so dass zu Beginn noch ein recht holprig anzusehendes Spiel auf beiden Seiten stattfand – mit werdender Spieldauer wurde die Begegnung aber besser. Die Ebersgönser führten früh durch ein Tor von Anton Hautzel, doch der Ausgleich fiel quasi im Gegenzug. Im Anschluss brachten Paul Günther und Luca Rau der Tollwut einen recht komfortablen Vorsprung von 3:1 ein, doch hiernach egalisierten sich beide Teams für knapp 10 Minuten. Erst die Schlussphase der ersten Halbzeit hatte es wieder in sich: Henry Fischer und Sami Brachtel ließen die Tollwütigen auf 5:1 davon ziehen, ehe zwei Zeitstrafen wegen Stockschlags den TSV in Unterzahl brachte und die Espenauer kurz vor dem Pausenpfiff auf 5:2 verkürzten.

Wie so oft bei einer ordentlichen Führung des TSV, schalteten die Spieler des Teams in Halbzeit zwei leider einen Gang zurück. Zudem wurde die Defensive zu Gunsten des Angriffs vernachlässigt und man hatte den Eindruck, jetzt wolle sich jeder in die Torschützenliste eintragen. Unsaubere Zuspiele, zu viele Alleingänge und überhastete Abschlüsse gepaart mit zu langsamer Rückwärtsbewegung waren die Folge. Die Espenau Rangers nahmen die Angebote der Tollwütigen gerne an und so war es nicht verwunderlich dass es binnen 5 Minuten nur noch 5:5 stand. Zwar besann sich die Tollwut hiernach und agierte solider, doch die Rangers witterten ihre Chance und setzten dagegen. Mehr und mehr entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch. In der 12.Minute endlich die ersehnte 6:5 Führung des TSV durch Florian Beppler-Alt, die Henry Fischer kurze Zeit später auf 7:5 ausbaute. Die Espenauer interessierte dies allerdings recht wenig, sie konterten weiterhin, zogen ihr Spiel auf und wurden in der 19. Minute dafür belohnt – 7:6. Hiernach nahmen sie ihren Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Match und drückten enorm. Die Ebersgönser, die nun in der eigenen Hälfte gebunden waren, konnten die knapp 90 Sekunden aber schadlos überstehen und retten die drei Punkte über die Zeit.

Nach diesem Zittersieg wurden die Blöcke der Tollwütigen personell verändert, denn mit den Frankfurt Falcons wartete ein unangenehmer Gegner in der zweiten Begegnung des Tages. Unangenehm deshalb, weil die Falcons in den vergangenen Spielzeiten immer recht flott und kombinationssicher spielten und dazu körperlich sehr präsent waren. Wie würden die Jugendspieler des TSV mit der recht harten, aber fairen Gangweise der Frankfurter zurechtkommen? Um es vorwegzunehmen – sehr gut. Gerade die Halbstarken zeigten sich in bester Spiellaune: Körperlich hielten sie ordentlich dagegen, läuferisch waren sie den Frankfurtern überlegen und mit ihrer jugendlichen Unbekümmertheit, die mit (normalerweise zu vielen) Alleingängen, Torschüssen aus allen Lagen (die eigentlich nicht erfolgsversprechend aussahen und dennoch oft zu Toren führten) und unkonventionellen Kombinationsspiel beschrieben werden muss, trugen sie insgesamt 11 der 19 Tore bei, die die Tollwut gegen die Frankfurter in diesem Match schoss.

In jeder der beiden Halbzeiten waren die Ebersgönser die besseren auf dem Feld. Zwar kamen auch die Falcons zu ihren Chancen und Toren, doch man hatte nie das Gefühl, hier könne etwas anbrennen. Nach der ersten Spielzeit stand es 10: 6 für die Tollwütigen, die ihre Torschützen mit 3x Henry Fischer, 2x Florian Beppler-Alt sowie Marius Herrmann, Claudius Götz, Felix Meyer, Marvin Seim und Anton Hautzel hatte.

Auch Periode zwei, in der die Gefahr bestand, dass der TSV wieder einen Gang zurückschalten würde, wurde derart dominiert, dass die Begegnung mit einem überaus starken 19:9 beendet wurde. Torschützen in dieser Hälfte waren auf Seiten der Ebersgönser: 3x Henry Fischer, 2x Anton Hautzel, Marvin Seim, Marius Herrmann, Claudius Götz und Sami Brachtel.

Nach zwei Spielen hat nun das Herrenteam von Tollwut Ebersgöns sechs Punkte auf dem Konto. Beide Spiele – der Zittersieg gegen Espenau und der Hurra-Sieg (vor allem durch die Jugend) gegen Frankfurt – bedeuten noch nicht allzu viel, da die Saison noch jung ist. Dennoch sind sie eine erfreuliche Basis gerade in Bezug auf die Titelverteidigung.

 

Für Tollwut Ebersgöns spielen:

 

Klaus Keller und Yannis Röhrig im Tor; auf dem Feld Anton Hautzel (4 Tore/3 Assists/0 Strafminuten), Claudius Götz (2/3/0), Felix Meyer (1/1/0), Florian Beppler-Alt (3/1/0), Henry Fischer (8/1/2), Laura Zörb (0/0/0), Luca Rau (1/2/0), Lukas Englert (0/0/0), Marius Herrmann (2/3/2), Marvin Seim (2/1/0),  Paul Günther (1/0/0) und Sami Brachtel (2/4/0)

Zum Bild: Felix Meyer (dunkles Trikot Nr.3) führt den Ball sicher und leitet einen Angriff im Spiel gegen die Frankfurt Falcons ein, welches mit 19:9 unerwartet hoch gewonnen wurde. 

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