Tollwut Ebersgöns scheiterte nach großem Kampf in dritter Pokalrunde

(tba) In der dritten Pokal-Runde von Floorball-Deutschland reiste die Herrenmannschaft des TSV Tollwut Ebersgöns vergangenen Samstag in das weit entfernte Kaufering, um dort gegen die Red Hocks anzutreten. Die Red Hocks verweilen seit geraumer Zeit in der ersten Bundesliga und können einen breiten Kader mit einigen Jungspielern, aber auch Nationalspielern aufweisen. Somit war klar, dass das Spiel kein leichtes werden würde. Nach einer starken kämpferischen Leistung mussten sich die Tollwütigen am Ende mit 4:8 (1:2; 2:3; 1:3) geschlagen geben.

 

Gleich zu Beginn der Partie wurde deutlich, dass die Tollwütigen vermehrt auf Konter setzen und sich tief vor das eigene Tor positionieren mussten.  Die Kauferinger waren sehr ballsicher sowie technisch, läuferisch und konditionell sehr gut drauf; sie ließen den Ball sicher in ihren eigenen Reihen laufen und hatten die notwendige Geduld, um sich ihre Chancen herauszuspielen. War die Lücke da, wurde diese zum Abschluss genutzt. Bereits in der dritten Minute klingelte es zum ersten Mal im Kasten der Tollwut – 1:0. Hiernach schien sich der Gastgeber ein wenig nach hinten zu lehnen, denn die Tollwütigen konnten etwas aktiver und mutiger werden und es gelang immer besser, das höhere Niveau mitzugehen. Dennoch behielten die Hausherren die Oberhand. Erst in der 16. Minute, die Tollwütigen befanden sich in Unterzahl aufgrund einer Zeitstrafe gegen Felix Meyer, konnten die Red Hocks ihre Führung auf 0:2 ausbauen. Wieder vollzählig dauerte es allerdings nicht lange und die Tollwütigen durften zum ersten Mal jubeln: Nach einer Balleroberung in der gegnerischen Hälfte legte Marius Herrmann den Ball auf Luca Rau, der den Ball im Netz des Kauferinger Tors zappeln ließ. Mit diesem 1:2 Zwischenstand ging es in die erste Pause.

 

Das zweite Drittel gestaltete sich zunächst relativ ausgeglichen mit einem Chancenplus für die Red Hocks. Das Stellungsspiel und die kämpferische Einstellung der Ebersgönser stimmten, so dass der Ball zum Leidwesen der Gastgeber lange Zeit nicht den Weg ins Tor fand. Leider fehlte den Tollwütigen in dieser Phase des Spiels das nötige Quäntchen Glück im Angriff, um selbst zu punkten. Dennoch konnten sie offensiv immer wieder Akzente setzen. In der 13. Minute musste der Ebersgönser Anton Hautzel nach einem Stockschlag für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Diese Unterzahl überstanden die Tollwütigen mit viel Kampfgeist zunächst ohne Tor, doch kaum war die Tollwut wieder vollzählig nutzten die Kauferinger einen Aufbaufehler des TSV gnadenlos zum 1:3. Etwas später gab es 60 Sekunden, die es in sich hatten:  Erst erhöhten die Gastgeber auf 1:4; dann nutzten die Ebersgönser einen Abwehrfehler des Gegners, bei dem Anton Hautzel einen Freischlag direkt verwandelte und im Gegenzug fiel das nächste Gegentor zum 2:5.  Den Schlusspunkt des Drittels setzen allerdings wieder die Tollwütigen. Paul Günther stocherte den Ball, den er von Anton Hautzel vor das Tor der Red Hocks gelegt bekam, ins Tor zum 3:5.

 

Im Schlussabschnitt wurde deutlich, dass die Kauferinger den längeren Atem hatten. Während bei den Tollwütigen so langsam die Kräfte schwanden – auch durch zwei weitere Zeitstrafen von Theresa Beppler-Alt und Martin Meyer –, drehten die Gastgeber nochmal auf.  Bis zur Hälfte des Drittels fielen noch drei weitere Treffer in Folge für die Red Hocks zum Zwischenstand von 3:8. Hiernach, es waren noch knapp zehn Minuten zu spielen, egalisierten sich beide Teams weitestgehend. Wie in den beiden vorangegangenen Dritteln hatten die Tollwütigen immerhin wieder das letzte Wort: Martin Meyer nutzte ein Zuspiel von Paul Günther und brachte den Ball per Ziehschuss aus zweiter Reihe im Tor der Red Hocks zum 8:4 Endstand unter.

 

Der TSV Tollwut Ebersgöns schied somit in der dritten Runde des Pokals aus. Die junge Mannschaft, die als klarer Außenseiter galt, war dennoch sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung gegen den Erstligisten.

 

Im Ligaalltag der zweiten Bundesliga steht in zwei Wochen das nächste Auswärtsspiel an.  Es geht in den Norden zu Eiche Horn Bremen, die aktuell zwar den zweiten Tabellenplatz belegen, aber letztlich Ligafavorit sein sollten. Die Tollwütigen gelten erneut als Underdog und man darf gespannt sein, was die junge Truppe daraus macht.

 

Für den TSV Tollwut Ebersgöns spielten Martin Meyer (1 Tor/0 Vorlagen/2 Strafminuten), Felix Meyer (0/0/2), Anton Hautzel (1/1/2), Noah Kolodziej (0/0/0), Leon Bink (0/0/0), Paul Günther (1/1/0), Luca Rau (1/0/0), Marius Herrmann (0/1/0), Lian Rau (0/0/0), Florian Beppler-Alt (0/0/0), Theresa Beppler-Alt (0/0/2) und Torhüter Alexander Knoop.

 

 

Tumult vor dem Kasten der Tollwut: Nicht nur in dieser Szene behält Tollwut-Keeper Alexander Knoop die Übersicht und hat den Ball sicher. Seine Mitspieler Marius Herrmann, Lian Rau und Florian Beppler-Alt (dunkle Trikots)sichern Ball, Gegner, Tor und Torraum engmaschig ab. Im Pokalspiel gegen die Red Hocks aus Kaufering, welches die Erstligisten mit 8:4 für sich entschieden, zeigte der Butzbacher Dorfverein seine beste und stabilste Defensivleistung der Saison.

 

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